Grundwasser

Wärmepumpenanlagen mit der Wärmequelle Wasser, nutzen in den meisten Fällen den Wärmeinhalt von Grundwasser. In seltenen Fällen werden geeignete Oberflächengewässer oder Kühl- bzw. Abwässer von technischen Anlagen erschlossen.

Grundwasser weist unabhängig von der Jahreszeit eine nahezu konstante Temperatur von 8 bis 12 °C auf. Durch die konstante Temperatur und das relativ hohe Temperaturniveau erreichen Wasser/Wasser-Wärmepumpen die höchsten Jahresarbeitszahlen.

Wärmequellenanlagen zur Grundwassernutzung bestehen aus einem Förderbrunnen mit einer Förderpumpe und einem Schluckbrunnen, der das entnommene Wasser wieder dem Grundwasserspeicher zuführt. Der Schluckbrunnen sollte dabei in Strömungsrichtung hinter dem Förderbrunnen liegen.  

Wieviel Wärmeleistung dem Grundwasser entzogen werden kann, hängt primär von der Förderleistung des Brunnens ab. Der Grundwasserspiegel sollte nicht tiefer als 15 m liegen, da der Energiebedarf der Förderpumpe sonst eine erhebliche Verschlechterung der Jahresarbeitszahl zur Folge haben kann.  

Systemdarstellung:
  • NIBE Sole/Wasser-Wärmepumpe FIGHTER 1240 mit integriertem Brauchwasserspeicher
  • Grundwassersystem mit Saug- und Schluckbrunnen als Wärme- bzw. Kühlquelle

 

 Hinweis: Zwischen der Wärmepumpen und der Wärmequelle ist ein zusätzlicher Trennwärmetauscher vorzusehen. Grundwassersysteme sind für den Einsatz mit Kühlsystemen geeignet. Die Wärmepumpen könnten mit den NIBE Systemmodulen PKM oder HPAC zur passiven oder aktiven/passiven Kühlung kombiniert werden.